Mittwoch, 21. April 2010
Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2010 in Konstanz
Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2010
Auch in diesem Jahr - am Sonntag, dem 05. September - wird die Israelitische Kultusgemeinde Konstanz in Zusammenarbeit mit der Stadt wieder den Europäischen Tag der Jüdischen Kultur in Konstanz ausrichten. Die IKG bietet damit bereits zum 6. Mal ein umfangreiches Programm zu diesem Tag für die Öffentlichkeit an.
Geplant sind wieder Einführungen in der Synagoge, der Mikwe, in der Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim.-Bibliothek und auf dem jüdischen Teil des Hauptfriedhofs.
Ausstellung: Gemälde von Shmuel Blumberg
Anlässlich des diesjährigen Leitthemas vom Europäischen Tag der Jüdischen Kultur, „Kunst und Judentum“, wird es in Konstanz erstmals nach langer Zeit wieder eine Ausstellung mit Gemälden des früheren Oberkantors der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz, Shmuel Blumberg ז''ל (1911 - 1998), geben.
Shmuel Blumberg wurde am 9. Aw 5671 (3. August 1911) im polnischen Lódz geboren und kam im Alter von dreizehn Jahren mit seinen Eltern nach Jerusalem.
Hier besuchte er rabbinische Schulen und wurde in einer Kantorenschule zum Chasan (Kantor) ausgebildet. Den ersten Malunterricht erhielt Shmuel Blumberg von seinem Vater, mit dem er später zusammen Wandmalereien in alten Synagogen, darunter auch in der Hurva-Synagoge im jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, ausführte.
1955 wurde Blumberg als Oberkantor der Synagogengemeinde nach Köln berufen. Von 1956 bis 1960 war er Oberkantor in der Seitenstettengasse-Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und studierte in dieser Zeit an der Akademie für angewandte Kunst bei Professor Bäumer Mosaikkunst und Glasmalerei. Fünf Monate arbeitete er auch im Atelier des Wiener Malers Professor Ernst Fuchs; zusammen mit ihm stellte er auch erstmals seine eigenen Werke aus.
Von 1960 - 1972 bekleidete Shmuel Blumberg erneut die Stelle als Oberkantor der Synagogengemeinde in Köln. Von hier holte ihn der Gründer der Israelitischen Kultusgemeinde, Sigmund Nissenbaum ז''ל, im Jahre 1973 nach Konstanz, wo Blumberg bis zu seinem Tode als Oberkantor und Lehrer amtierte und von wo aus er lange Zeit gleichzeitig der Jüdischen Gemeinde in Freiburg im Breisgau als Kantor und Lehrer zur Verfügung stand. Auch als begnadeter Maler, dessen Werke in jenen Jahren mehrfach im In- und Ausland ausgestellt wurden, wandte er sich hauptsächlich religiösen Themen zu.
„Blumberg, ein Mensch von seltener Empfindsamkeit, veranschaulicht in seinen Gemälden mittels seiner pathetischen Ausdruckskraft die jüdische Religion.“ („La Laterne“, Bruxelles, 21. Januar 1967)
http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20260/Bilder%20Blumberg.pdf
http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%2026/Zum%20Gedenken%20an%20Shmuel%20Blumberg%2002.pdf
Die Ausstellung im Gemeindezentrum wird in Zusammenarbeit mit der Konstanzer Galerie Ernst eingerichtet.
DAS PROGRAMM
11.00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung
13.00 Uhr
Offizielle Begrüßung durch Bürgermeister Kurt Werner und Peter Stiefel, 1. Vorsitzender der Kultusgemeinde
11.30; 14.45 Uhr
Synagoge, Sigismundstraße 19
Synagogenführungen
(mit Peter Stiefel und Gabriel Albilia, Gemeindevorstände)
14.00; 16:00 Uhr
Führungen in der Mikwe (Ritualbad) , Sigismundstraße 19, Hof
11.30; 13.30; 15.00 Uhr
Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek (Judaica), Sigismundstraße 19, 1. Etage:
Einführung in den Büchereibestand und in die rabbinische Literatur
(mit Thomas Uhrmann, Leiter der Bibliothek)
17.00 Uhr
Jüdischer Friedhof, Hauptfriedhof Wollmatinger Straße
Führung (mit Peter Stiefel; Treffpunkt Eingangstor zum Jüdischen Friedhof)
11.00 – 17.00 Uhr
Gemeindezentrum, Sigismundstraße 19, 1. Etage
Ausstellung: Gemälde von Shmuel Blumberg
(In Zusammenarbeit mit der Galerie Ernst, Konstanz)
Änderungen vorbehalten.
Information: 07531/28 27 00 oder 07531/88 41 76
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Montag, 1. März 2010
Mittwoch, 3. März 2010
Volkshochschule Konstanz und Israelitische Kultusgemeinde e.V.
Tora, Tauchbad, Traditionen
Einblicke in das Judentum vor Ort
Der Besuch in der Israelitischen Kultusgemeinde e.V. führt die Besucher in die Synagoge, die Mikwe (das rituelle Bad) und die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek. Peter Stiefel beschreibt jüdisches Leben von der Geburt bis zum Tod und schildert die Bräuche am Schabbat und an den Feiertagen. Auch was koscher ist und was nicht, ist zu erfahren, welche Bedeutung die Torarollen und Symbole in der Synagoge haben und vieles mehr. Zuvor wird in der Judaica-Bibliothek anhand des Talmuds auf die Grundlagen der jüdischen Religion eingegangen und der Buchbestand vorgestellt.
Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zutragen.
Thomas Uhrmann, Ehrenamtlicher. Leiter der
Dr. Erich-Bloch-und-Lebenheim Bibliothek.,
Peter Stiefel, 1. Vorsitzender der IKG e.V.
Mi, 03.03.05, 18.30-20.30 Uhr
Konstanz, Sigismundstraße 19
6,00 € Anmeldung erforderlich*
*Anmeldung bitte bei der Volkshochschule Konstanz
vhs Hauptstelle Konstanz
Kulturzentrum am Münster
Katzgasse 7
Tel. 07531 / 5981 0
Fax 07531 / 5981 40
konstanz@vhs-konstanz-singen.de
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Mittwoch, 17. Februar 2010
פורים תש''ע
Purim 5770
Am Samstagabend, 27. Februar 2010, beginnt Purim, das Fest zur Erinnerung der Rettung der Juden durch Königin Esther vor der Vernichtung im persischen Reich.
Nach Mozei Schabbat und Hawdala ab 18.30 Uhr, lesen wir in der Synagoge im Abendgebet Maariv mit Rabbiner Usi Teitelbaum die Megillat Esther.
Auch am Sonntag, 28. Februar lesen wir im Morgengebet Schacharit um 9.30 Uhr die Megille in der Synagoge.
Im Anschluss daran laden wir alle ganz herzlich zur
PURIMFEIER
im Gemeindezentrum ein.
Wir wünschen allen ein fröhliches Purimfest:
פורים שמח -
Purim sameach!
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Freitag, 22. Januar 2010
3. März 2010
Volkshochschule Konstanz und Israelitische Kultusgemeinde e.V.
Kurs-Nr.: 16440 Konstanz
Tora, Tauchbad, Traditionen
Einblicke in das Judentum vor Ort
Der Besuch in der Israelitischen Kultusgemeinde e.V. führt die Besucher in die Synagoge, die Mikwe (das rituelle Bad) und die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek. Peter Stiefel beschreibt jüdisches Leben von der Geburt bis zum Tod und schildert die Bräuche am Schabbat und an den Feiertagen. Auch was koscher ist und was nicht, ist zu erfahren, welche Bedeutung die Torarollen und Symbole in der Synagoge haben und vieles mehr. Zuvor wird in der Judaica-Bibliothek anhand des Talmuds auf die Grundlagen der jüdischen Religion eingegangen und der Buchbestand vorgestellt.
Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zutragen.
Thomas Uhrmann, Ehrenamtlicher. Leiter der
Dr. Erich-Bloch-und-Lebenheim Bibliothek.,
Peter Stiefel, 1. Vorsitzender der IKG e.V.
Mi, 03.03.10, 18.30-20.30 Uhr
Konstanz, Sigismundstraße 19
6,00 € Anmeldung erforderlich*
*Anmeldung bitte bei der Volkshochschule Konstanz
vhs Hauptstelle Konstanz
Kulturzentrum am Münster
Katzgasse 7
Tel. 07531 / 5981 0
Fax 07531 / 5981 40
konstanz@vhs-konstanz-singen.de
Mittwoch, 25. November 2009
ז ל
Zum Gedenken
an
Shmuel Blumberg sel. A.
שמואל מאיר בן פנחס דוד בלומברג
Lódz, 9. Aw 5671 – Konstanz, 12. Kislew 5759
(3. August 1911 - 1. Dezember 1998)
Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz
Jahrzeit 12. Kislew 5760 (Sonntag, 29. Nov. 2009),
Israelitischer Friedhof Konstanz (beim Hauptfriedhof), 10.00 Uhr: Kaddisch
Shmuel Blumberg wurde am 9. Aw 5671 (3. August 1911) im polnischen Lódz geboren und kam im Alter von dreizehn Jahren mit seinen Eltern nach Jerusalem.
Hier besuchte er rabbinische Schulen und wurde in einer Kantorenschule zum Chasan (Kantor) ausgebildet. Den ersten Malunterricht erhielt Shmuel Blumberg von seinem Vater, mit dem er später zusammen Wandmalereien in alten Synagogen, darunter auch in der Hurva-Synagoge im jüdischen Viertel der Jerusalemer Altstadt, ausführte.
1955 wurde Blumberg als Oberkantor der Synagogengemeinde nach Köln berufen. Von 1956 bis 1960 war er Oberkantor in der Seitenstettengasse-Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Wien und studierte in dieser Zeit an der Akademie für angewandte Kunst bei Professor Bäumer Mosaikkunst und Glasmalerei. Fünf Monate arbeitete er auch im Atelier des Wiener Malers Professor Ernst Fuchs; zusammen mit ihm stellte er auch erstmals seine eigenen Werke aus. Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper kamen in die Synagoge, um seinen Gesang zu hören, doch das Angebot eines Engagements an diesem weltberühmten Haus lehnte er ab: zu wichtig waren ihm seine Aufgaben für das jüdische Gemeindeleben.
Von 1960 - 1972 bekleidete Shmuel Blumberg erneut die Stelle als Oberkantor der Synagogengemeinde in Köln. Von hier holte ihn der Gründer der Israelitischen Kultusgemeinde, Sigmund Nissenbaum, im Jahre 1973 nach Konstanz, wo er bis zu seinem Tode als Oberkantor und Lehrer amtierte und von wo aus er lange Zeit gleichzeitig der Jüdischen Gemeinde in Freiburg im Breisgau als Kantor und Lehrer zur Verfügung stand.
Auch als begnadeter Maler, dessen Werke in jenen Jahren mehrfach im In- und Ausland ausgestellt wurden, wandte er sich hauptsächlich religiösen Themen zu. Tiefe Religiosität und Humanität, Weisheit und Humor bestimmten seine Persönlichkeit in seinem Wirken für die Israelitische Kultusgemeinde, die er in all den Jahren so entscheidend prägte.
Thomas Uhrmann
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Mittwoch, 4. November 2009
Die Israelitische Kultusgemeinde Konstanz informiert:
Gedenken an die Pogromnacht von 1938
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland Synagogen und jüdische Geschäfte. Die Nationalsozialisten begannen mit der Zerstörung der jüdischen Gotteshäuser und anderer jüdischen Einrichtungen. Es sollte der endgültige Auftakt zur systematischen Verfolgung und Ermordung der Juden nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa sein.
Am kommenden Montag, dem 9. November 2009, findet um 11.00 Uhr auf dem Israelitischen Friedhof am Hauptfriedhof Konstanz wie in jedem Jahr wieder eine öffentliche Gedenkfeier statt.
Dort sprechen nach der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Holger Müller, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Alexandra Kattein für die Jüdische Gemeinde i. Gr. und Dekan Dr. Matthias Trennert Helwig für die Römisch-Katholische Kirche. Der Landkreis ist durch Sozialdezernent Axel Goßner, die Stadt Konstanz durch Bürgermeister Claus Boldt vertreten. Weitere Redner sind Pfarrer Heinz Freudenberger als evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sowie Bernhard Hanke, Vorsitzender vom Deutschen Gewerkschaftsbund Konstanz.
Mit Prof. Dr. Dorothea Weltecke ist in diesem Jahr auch erstmals eine Vertreterin der Universität entsandt und Beate Steg-Bayer vertritt die Aktion „Stolpersteine“. Von der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz wird zum Abschluss deren Erster Vorsitzender Peter Stiefel sprechen und Rabbiner Usi Teitelbaum das „El male rachamim“ sowie das „Kaddisch“ beten.
Männliche Teilnehmer an der Gedenkfeier werden gebeten, auf dem Friedhof der jüdischen Tradition gemäß eine Kopfbedeckung zu tragen. (tu)
Donnerstag, 22. Oktober 2009
●DIE JÜDISCHE BIBLIOTHEK AM BODENSEE●
! NEU: Eigener Online-Katalog
der Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek in Konstanz !
Die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek (Judaica) der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz hat innerhalb des Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (SWB) nun einen eigenen Online-Katalog.
Auf Basis des SWB-Online-Katalogs bietet das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) verschiedene Lokale Kataloge an, die die Recherche in Medienbeständen von einzelnen Bibliotheken ermöglichen. Unter
http://www2.bsz-bw.de/cms/recherche/swb-lokale-kataloge
klicken Sie den Namen unserer Bibliothek an und können dann unkompliziert herausfinden, ob Sie das, was sie suchen in unserem Bestand finden.
Herzlichen Dank an das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg für die Einrichtung dieses Katalogs!
Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz
D-78462 Konstanz · Sigismundstrasse 19 · 1. Stock (linker Lift)
Geöffnet jeden 1. und 3. Montag im Monat von 16.00 bis 18.00 Uhr
Homepage der Bibliothek: www.bsz-bw.de/eu/blochbib.